Antwort an den Soester Anzeiger


Leider hat der Soester Anzeiger zwar die Reaktion eines Gartenschlauchherstellers auf ihren politischen Beitrag ( https://www.facebook.com/171180969565507/posts/3881518778531689/ ) veröffentlicht, die ernsthafte, kritische Reaktion einer im Artikel geschmähten Partei aber nicht.

Dafür hat der Soester Anzeiger zwischenzeitlich bei einem anderen Artikel über einen Kandidaten der AfD einen Kommentar geliked, mit dem Hashtag #fckafd. (Für die nicht linksideologisch Geschulten: setzen Sie nach dem „f“ ein „u“ und Sie haben die Bedeutung.)

Immerhin hat der SA dieses Like entfernt. Jetzt werde geklärt, „ob es möglicherweise ein Versehen war.“

Das hört sich für mich so an: „Du hast mit dem Like ja Recht, aber noch müssen wir zumindest ansatzweise dieses alte Journalisten-Ethos der Unparteiigkeit waren.“
Man erinnere sich, an die Reaktionen der Medien, wenn ein Mitarbeiter mit AfD-Hintergrund mal ein Like setzt, das dem politischen Gegner in den Medien nicht paßt.

Ein weiterer Vorgang, der die Kritik in meinem eingesandten Artikel bestätigt. Und das erklärt natürlich auch die Unwilligkeit, diese Kritik zu veröffentlichen.

Daher hier noch einmal direkt, ohne Link:

Sehr geehrter Herr Staege,

daß sich die Presse immer weiter von dem einst an sich selbst, aber auch vom Bürger an sie gestellten Anspruch der objektiven Berichterstattung entfernt und zunehmend Gesinnungsjournalismus betreibt, ist hinreichend durch Umfragen und Auswertungen belegt.

Früher verschämt, mittlerweile zunehmend offen, durch die Zunahme von Essays, Kolumnen, Glossen und Kommentare, meinungsbildend und nicht mehr meinungsabbildend in die Gesellschaft zu wirken, ist Antrieb vieler ganz überwiegend linksorientierter Stimmungsmacher in den Medien.

Eine kritische Betrachtung von Niveau und Inhalt der Wahlwerbung ist natürlich legitim.
Daß Sie bei den anderen Parteien genau dieses tun, bei der AfD aber lediglich über von Ihnen unterstellte Motive fabulieren und dabei Vokabeln verwenden, die uns als Partei in der öffentlichen Wahrnehmung in die Nähe oder gar Nachfolge einer verachtenswürdigen Ideologie rücken soll, ist so schwach, wie durchschaubar. Der geneigte Leser wird es vielleicht goutieren, in der Bestätigung seiner linksideologischen Ansichten. Der nicht ideologisch vernagelte, mündige und informierte Bürger, den wir für unsere Demokratie brauchen, wird es durchschauen und hoffentlich zu würdigen wissen.

Statt hier zu fabulieren hätten Sie einfach klassische journalistische Arbeit leisten und bei uns nachfragen können, woran es liegt, daß wir noch keine Plakate aufgehängt haben.

Und wenn Sie die Reaktion auf Ihr „Essay“ jetzt als Ausweis unserer Humorlosigkeit werten, sei Ihnen gesagt, daß viele von uns sehr humorvolle Menschen sind. Das Lachen kann einem aber angesichts der in weiten Teilen zum Nachteil Deutschlands und seiner Bürger gereichenden Politik wirklich vergehen. Diese schlechte Politik und ihre Protagonisten zu offenbaren und zu kritisieren, stünde Ihnen als Teil der selbsterklärten vierten Macht im Staate gut zu Gesicht.
Intentiöse und wenig geistreiche Kommentare oder gar Verunglimpfungen von demokratischen Parteien tun das nicht.

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!



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